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Headbutt: Repeat… (Review)

Artist:

Headbutt

Headbutt: Repeat…
Album:

Repeat…

Medium: Download/LP farbig
Stil:

Progressive Punk, Post-Hardcore

Label: Smith & Miller Records
Spieldauer: 31:10
Erschienen: 14.08.2026
Website: [Link]

Auf schniekem weißen Vinyl kommt das Debütalbum der Berliner HEADBUTT daher, ob der Titel „Repeat…“ Programm ist und das Album zum Dauerbrenner wird, gilt es nun zu klären.
Zunächst fallen die Musiker um Sängerin Caroline Menz nicht sofort mit der Tür ins Haus, sondern legen mit „For You“ einen dezent behäbigen Start hin, der aber den kernigen Sound des Albums vorwegnimmt.


In Mountain wird’s ein wenig hibbeliger, der Fokus liegt auf treibendem Groove und dem leicht aufgekratzten Gesang, der auch im dreckig-knarzenden Gewand von „Day by Day (Repeat“) immer ein wenig pöbellaunig wirkt.
Progressiv und Krach-affin werkelt sich die Band durch „Free Fall“, ehe „Für Louise“ Hardcore-lastig das Tempo anzieht. Hierbei fällt auf, dass die Stimme immer gekonnt zwischen süffisanter Rotznasen-Attitüde und eine gewissen melodischen Zurückhaltung wechselt, ohne dass eines der beiden Elemente gekünstelt erscheint.


Da lässt sich gleich im Anschluss die „Dosis erhöhen“. Kurz und knackig wütet sich die Band durch kantigen Hardcore, der nicht vor schrägen Tönen zurückschreckt und im Anschluss sogar „Proggy“ wird. Allerdings fällt die Progressivität mitnichten verkopft aus, wirkt der Song doch eher wie ein Wut-Manifest, das direkt aus dem Bauch heraus musiziert wird und die Musiker an ihre emotionalen Grenzen bringt.
„Let Me Go“ dagegen startet verkopft und rhythmisch vertrackt, ehe die Hardcore-Hysterie zurückkehrt, wobei der Refrain doch einen erstaunlich unmelodischen Kontrast zum organisch treibenden Rest des Stücks bildet.


Nachdem ein Titel wie „Masterpiece“ große Töne spuckt und den emotionalen Druck im Kessel nochmal erhöht, lässt das Finale „Starve“ nochmal die Groove-Sau raus. Gleichzeitig wirken die Melodien sperrig und in Teilen auch wirr, während sich das Schlagzeug in vertrackter Zurückhaltung übt, um den hysterischen Gesang immer zum nächsten Explosionsmoment hin zu schubsen.


FAZIT: HEADBUTT liefern mit „Repeat…“ einen intensiven ersten Ritt durch progressiven Punkrock und wirken dabei unberechenbar und hibbelig. Die Hardcore-affine Wut, die immer wieder in den Songs zum Tragen kommt, sorgt dabei für einen unmittelbar kantigen Charakter, der sich nicht nur im aufgekratzten Gesang ausdrückt, wenngleich Frontfrau Caroline Merz mit ihrem Organ das Zentrum der Aufmerksamkeit bildet.

Dominik Maier (Info) (Review 33x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Side A:
  • For You
  • Mountain
  • Day by Day (Repeat)
  • Free Fall
  • Für Louise
  • Side B:
  • Dosis Erhöhen
  • Proggy
  • Let me go
  • Masterpiece
  • Starve

Besetzung:

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